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Wir haben uns gerade deshalb für den Shiba
(Shiba Inu = Kleiner Hund) entschieden, weil er ein sehr
katzenhaftes Verhalten hat. Er kann schon lernen und das sogar recht
schnell aber er ist kein programmierbarer Hund der einfach seine Befehle
abspult, er muss wirklich einen Sinn darin erkennen oder mit Leckerchen
belohnt werden, denn manche Shibas sind auch bestechlich.
Stell dir einfach eine Katze vor, der kannst du beibringen was sie nicht
darf und auch mal ein paar andere Befehle aber wenn sie nicht will wird
sie nichts tun und genauso ist der Shiba. Natürlich hört er auch in
gewisser Weise aber eben mit dieser gewissen, inneren Stärke die dir zeigt
okay das mache ich jetzt weil ich es so will.
Gehorsamsdrill beim Shiba ist für die Katz. Er wird immer ein
selbstbewusster, eigenständiger Hund bleiben und kein vor seinem Herrchen
duckendes etwas.
Ein Shiba weiß schon wo die Grenzen sind
nur versucht er hin und wieder diese zu verändern und da heißt es dann,
schön die Grenzen setzen und einhalten.
Der Shiba (Shiba Inu) eignet sich
nicht für blinden Gehorsam (Kadavergehorsam) da er einfach zu stur und
eigen in seiner Persönlichkeit ist.
Wir nennen
Kadavergehorsam den Gehorsam den man den Schäferhunden z.B. abverlangt,
also blindes Gehorchen und bedingungslose Ergebenheit, egal, was, wann,
wie, wo verlangt wird, also selbst aufgebenden Gehorsam, der den eigenen
Tod nicht ausschließt
Kadaver = ein Hund der wie eine Marionette geführt werden kann also quasi
leblos ohne Eigenleben. Natürlich ist das bei vielen Rassen von Nöten wenn
sie als Gebrauchshund gehalten werden aber dies wird oft mit viel Strenge
angelernt und ich denke mal dies dürfte nicht sein.
Dazu ist der Shiba
einfach zu stur und eigen. Körperliche Gewalt in der Erziehung wäre fatal
und würde zu nichts führen, dies sollte eigentlich bei keinem Hund
angewendet werden. Jeder Hund sollte mit viel Liebe und Konsequenz
erzogen werden.
Die Erziehung von einem Shiba (Shiba Inu) ist nicht einfach, da er gerne austestet wie
weit er gehen kann und bei verkehrter Erziehung, wird schnell er die
Oberhand gewinnen.
Der Shiba (Shiba Inu) ist auch nicht mit Australian Shepherd zu vergleichen, die ihrem
Herrn fast schon jeden Wunsch von den Augen ablesen können. Er will seinem
Herrn nicht gefallen, er will seine Rechte haben und seine Grenzen kennen.
Vielleicht ist das auch die japanische Kultur, dass er immer majestätisch,
erhaben rüber kommt.
Ein Shiba weiß nicht wie klein er eigentlich ist, im Umgang mit anderen
Hunden ist er recht dominant.
Shibas sind sehr ruhige Hunde im Haus, aber wirkliche Jagdhunde im Freien
die vor keiner Herausforderung Angst haben. Sie sind von der
Körperspannung her sehr gelassene und ruhige Hunde, die nicht so unter
Dampf stehen wie Terrierarten.
Ich halte einen Shibawelpen z.B. nicht für geeignet in einem Haushalt mit
Wickelkindern oder wo es den ganzen Tag Aktion angesagt ist, da er da
evtl. zu Ausrastern neigen kann. Ausnahme wäre, die Besitzer haben den
nötigen Sach- und Hundeverstand um auf einen Shiba Welpen rücksichtsvoll
eingehen zu können, dann spricht auch nichts dagegen einen Welpen mit Baby
aufzunehmen. Das sollte aber vom Züchter wirklich genau hinterfragt
werden. Ein Shibawelpe sollte wirklich viel Ruhe
haben.
Während das bei einem ausgewachsenen Shiba nicht der Fall ist, da können
Babys nachkommen, da er ja schon eine gewisse Festigkeit in seinem Wesen
hat und selbst weiß wann er Ruhe braucht, nur auch hier sollte der
Besitzer darauf achten, dass der Hund auch seine Ruhezeiten hat und seine
Ruheplätze für die Kinder tabu sind.
Also ein Shiba (Shiba Inu) kann schon mit Kindern aufwachsen aber diese müssen ihm
dann aber auch seine Ruhephase geben, wie eigentlich bei anderen
Hundewelpen auch. Nur aus Erfahrung sehe ich es mittlerweile so, dass der
Shibawelpe extrem viele Ruhephasen braucht.
Meine Meinung zur Welpenvermittlung
Gerade in der Welpenvermittlung ist
jeder Züchter gefordert die richtigen neuen Besitzer für seinen Shiba
Nachwuchs heraus zu finden. Kein Züchter, der was auf sich und seine Zucht
hält und seine Zucht mit voller Hingabe und Verantwortung betreibt, darf
bei jedem Welpeninteressent zusagen ohne sich vorher ausgiebig mit den
Menschen unterhalten und nachgefragt zu haben. Lieber schickt er
Interessenten ohne eine Zusage fort, als dass später der Welpe unter
seiner Ignoranz leiden muss. Ein Käufer weiß meist nicht viel über die
Rasse und die hündischen Eigenschaften, somit ist er auf seinen
Züchter angewiesen und ausgeliefert. Also bitte an alle Käufer überlegen
Sie wirklich lange und besuchen Sie so viele Züchter als möglich und holen
Sie sich nur da einen Welpen wo Sie selbst gerne Welpe sein würden. Lassen
Sie sich nicht von langen Autofahrten abschrecken oder des Preises wegen.
Denken Sie daran, dass Sie sich ein Lebewesen in ihre Familie holen und
lange Zeit zusammen leben werden. Was Sie vielleicht heute sparen kann
Ihnen später zum Verhängnis werden und um vieles teurer kommen.
Hände weg von jedem angeblichen Züchter,
der nicht unter dem weltweiten Dachverband des FCI züchtet, denn er ist an
keine der dortigen Satzungen und Vorschriften gebunden. Natürlich kann es
auch dort Züchter geben die mit Liebe und Hingabe ihre Zucht betreiben,
aber warum dann nicht unter einem Zuchtverband mit Kontrolle,
Untersuchungen und all diesen Dingen. Hier kann es auch kleine Vereine
geben, die mit Ahnentafeln und Papiere werben nur werden Sie da keinen FCI
Stempel sehen, da diese nur ihre eigene Suppe kochen und sind wir mal
ehrlich heutzutage kann man alles mit dem PC und Drucker machen und das
sieht dann sehr professionell aus ist aber nicht weltweit anerkannt.
Lassen Sie auch die Finger von Züchtern, die zu viele Würfe im Jahr haben,
denn dort ist nur der Profit wichtig und nicht die einzelnen Zuchthunde
und ihre Welpen.
Sie selbst haben es in der Hand einen
verantwortungsvollen Züchter ausfindig zu machen und Sie tragen auch
später die Verantwortung für diesen Hund und müssen mit ihm durch dick und
dünn gehen, da es ein Familienmitglied werden wird. Deshalb schließen Sie
schon alles an Missständen im Vorfeld aus, sodass es kein böses
Erwachen geben wird. Natürlich kann Ihnen kein Züchter eine Garantie über
die Gesundheit und die Entwicklung des Welpen geben aber wenn schon im
Vorfeld keine kranken oder erbgeschädigten Elterntiere zur Zucht
zugelassen werden dann sind auch hier die geerbten Krankheitsfälle fast
auszuschließen. Natürlich ist es auch hier unmöglich eine Garantie vom
Züchter zu erwarten, denn keiner kann in die Zukunft sehen.
Ich wünsche Ihnen
viel Glück, Fingerspitzengefühl und die benötigte Intuition für den
richtigen Züchter.
Meine Einstellung zum Shiba und das Miteinander im Rudel
Ich für meinen Teil möchte keine andere Rasse mehr haben, da mir
diese o.g. Eigenschaften am Shiba imponieren und gefallen.
Mittlerweile können wir unsere 4 Jahre alte Hündin Leila fast immer frei
laufen lassen, natürlich nur wo kein Straßenverkehr ist. Bei unseren
beiden jüngeren Shibas sieht dies noch anders aus, da machen wir sie nur
ab und an frei und hatten bis jetzt immer Erfolg mit unseren
Bemühungen und konnten sie ohne Probleme wieder an die Leine legen. Auch
mit Schleppleine klappt es gut. Nur bei den beiden muss man wirklich immer
auf der Hut sein und alles um einen herum im Blick haben um rechtzeitig
reagieren zu können.
Obwohl wir drei Shibas
haben, eine vierjährige Shiba Inu Hündin, der Shiba Inu Rüde ist 16 Monate und die
Jüngste fast 6 Monate alt, geht es bei uns ganz ruhig im Haushalt zu und
das noch mit 2 Katzen von 14 Jahren und 6 Jahren. Im Haus hört man fast
nichts von unseren Shibas außer sie wollen wirklich mal untereinander oder
mit uns spielen. Wenn allerdings jemand unser Grundstück betritt dann wird
angeschlagen, was aus vereinzelte Belllaute besteht aber keine
Bellattacken.
Von der Pflege her sind sie super einfach zu halten.
Wer Katzen liebt und mit ihnen klar kommt, der wird auch ein Fan von einem
Shiba werden, außer er mag gar keine Hunde.
Ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken.
Jutta
Horn
(Stand April 2007)
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